| Die Prognos AG (Basel) und die AMB Generali-Versicherung (Aachen) haben zum ersten Mal in Deutschland einen Engagementatlas herausgebracht. Er zeigt, dass in Dortmund das bürgerschaftliche Engagement nur durchschnittlich und das Zukunftspotenzial bescheiden ist. Je höher die Bildung, desto höher das ehrenamtliche
Engagement, lautet das Fazit der Forscher. So gaben 45,5% der Befragten mit
Hochschulabschluss, aber nur 27% derjenigen mit Hauptschulabschluss an, ehrenamtlich
tätig zu sein. Von den Personen ohne Schulabschluss sind sogar nur 12% engagiert.
Mit über 40% ist das ehrenamtliche Engagement in der Altersgruppe der 45- bis
55-Jährigen am größten, mit 26% bei den über 60-Jährigen am geringsten.
Dortmund landet mit einer durchschnittlichen Quote auf Platz
69 der 439 untersuchten Kommunen. Rund 31% der befragten Dortmunder Bürger
engagieren sich ehrenamtlich in Vereinen, Verbänden etc. Spitzenreiter ist die
Region Osthessen mit 51% Ehrenamtlichen. Dass Dortmund nicht besser
abschneidet, hat auch mit der geringen Abiturientenquote (2008: 29% aller
Schulabsolventen) und der relativ hohen Quote von Schülern ohne Abschluss (4,3%)
zu tun. Auch die immer noch hohe Arbeitslosigkeit in Dortmund (November 2008:
12,2%) geht mit geringem ehrenamtlichem Engagement einher. In den Kommunen mit
den geringsten Arbeitslosenquoten ist das bürgerschaftliche Engagement am
höchsten.
Angesichts der starken Alterung der Dortmunder Bevölkerung wird die Förderung
des Ehrenamtes in den nächsten 10-20 Jahren immer wichtiger. Dafür zu werben
sowie Förderung und Unterstützung anzubieten, gehört zu den Aufgaben aller
politischen Kräfte in der Stadt. |