| In einem Leserbrief an die "Westfälische Rundschau" kritisiert ein Dortmunder Bürger die Verschuldungspraxis der Stadt. Sie verhalte sich wie ein Sportwagenfahrer, der sich in schlechten Zeiten per Kredit einen neuen Flitzer kauft. Bei den politischen Entscheidungsträgern fordert er ein, was für jeden Privathaushalt selbstverständlich ist: Auf Dauer kann man nur das Geld ausgeben, dass man eingenommen hat. Beim jahrelangen Finanzieren auf Pump, wie es die Stadt betreibt, kommt irgendwann das dicke Ende. Zahlen müssen dann die Bürger über höhere Steuern, Gebühren und Abgaben. Wie man sich durch Entschuldung wieder Luft verschafft, haben u.a. die Städte Dresden und Düsseldorf gezeigt: Sie haben ihre Beteiligungen an Unternehmen verkauft und sind jetzt schuldenfrei. Damit sparen sie jedes Jahr hohe zweistellige Millionenbeträge für Zinsen - Geld, das sie nun in sinnvolle Projekte investieren können.
|