| Joachim Punge, renommierter Wirtschaftsexperte und Partner der Sozietät Kohler, Punge und Partner in Dortmund, hat jetzt in einem Leserbrief an die "Ruhr-Nachrichten" öffentlich
Stellung bezogen zur wirtschaftlichen Lage des Klinikums Dortmund. Sein Rat: Teile des
Klinikums oder auch komplett verkaufen. Punge schreibt: „Als Fachmann für Unternehmensberatung und
Wirtschaftsprüfung schaut man fasziniert auf die Diskussion um das Klinikum. Es
erzielt keine Gewinne, sondern laufend Verluste, die das Eigenkapital
aufgezehrt haben oder in kurzer Zeit aufzehren werden. Die Zuführung von
Liquidität kann zwar einen Insolvenzantrag vermeiden, führt allerdings nicht
dazu, dass die Klinik rentabel arbeitet. Wenn es so ist, dass das Management
dies auch vor dem Hintergrund des öffentlichen Dienstrechts nicht leisten kann,
dann sollte man diesem professionelle Hilfe zur Seite stellen. Dies ist nur
über den Einstieg eines privaten Investors möglich."
Punge schreibt weiter: „Deshalb, Herr Dr. Langemeyer, und
gerichtet an alle politischen Akteure: Verkaufen Sie Teile oder das Klinikum
ganz an einen Privaten. Es werden mehr Arbeitsplätze entstehen, die Klinik wird
leistungsfähiger und damit wird der Standort Dortmund auch als Medizinstandort
attraktiver."
Das Bürgerforum Phoenix plädiert seit langem für die
Privatisierung des Klinikums und meint: Es darf keine Zeit mehr verstreichen,
denn sonst könnte es zu spät sein. Muss das Klinikum Insolvenz anmelden, wäre
das ein tiefer Einschnitt auch für Ärzte und Angestellte und würde den Kauf für
Interessenten zum Schnäppchen machen. |