| Gereizt hat SPD-Fraktionsführer Ernst Prüsse auf die Aufforderung der Fraktion FDP/Bürgerliste reagiert, den im Sommer 2009 frei werdenden Geschäftsführerposten der Stadtwerke-Tochter DEW21 mit einem klaren Anforderungsprofil auszuschreiben. Fraktionschefin Annette Littmann (FDP) befürchtet, dass der Posten einmal mehr nach Parteibuch vergeben werden soll. Prüsse forderte gereizt ein Ende „des ewigen Gequakes über das Parteibuch“. Die Linken haben inzwischen nachgelegt. Oberbürgermeister Langemeyer
möchte offensichtlich vor seinem Ausscheiden aus der Kommunalpolitik im Oktober
2009 noch einen seiner Vertrauten ins Amt schubsen - so, wie er es auch mit dem
Chef des Personalamtes versucht hat. Er verweist darauf, dass es ausschließlich
Sache des DEW21-Aufsichtsrates und nicht des Rates sei, über den Nachfolger von
Helmut Engelhardt, der sich auf eigenen Wunsch vorzeitig in den Ruhestand
zurückzieht, zu bestimmen.
Die Linke im Rat will inzwischen
wissen, woher die Aufregung von Prüsse kommt. Sie will herausgefunden haben,
wer zu den Nachfolge-Kandidaten von Engelhardt gehört:
CDU-Fraktionsvorsitzender Frank Hengstenberg, der damit als politischer Gegner
„entsorgt" werden könnte, Franz-Josef Drabig, Bezirksvorsitzender der SPD, und
Wirtschaftsförderer Udo Mager (SPD), der damit eine neue Einkommensliga
erreichen und aus der Schusslinie seiner Kritiker gezogen werden könnte.
Das Bürgerforum Phoenix fordert einmal mehr: Schluss mit dem Filz und
Besetzung aller Führungspositionen bei den Wirtschaftstöchtern der Stadt mit
ausgewiesenen Fachleuten.
|