| Das ECE-Einkaufscenter auf der Thier-Brache ist zwar vom Rat grundsätzlich und nahezu einstimmig abgenickt worden, aber es ist noch längst nicht durch. Der Hamburger Entwickler macht jetzt Druck, weil noch in diesem Jahr die ersten Teilbeträge für den Kauf der Grundstücke in zweistelliger Millionenhöhe fällig werden, die Überweisung jedoch erst erfolgen soll, wenn auch die letzten Stolpersteine aus dem Weg geräumt sind. Von den 17 Punkten, die SPD und
Bündnis 90/Die Grünen am 24. April als Voraussetzung für die Änderung des Flächennutzungsplanes in
den Rat eingebracht haben, sind zwar zwölf abgearbeitet bzw. problemfrei, bei
den restlichen fünf knirscht es jedoch noch. Hauptproblem: Die
Mehrheitskoalition will ECE in die Sortimentspolitik hineinreden, stößt bei den
Hamburgern damit aber auf wenig Verständnis. So soll die geplante Fläche für
das Leitsortiment Textilien zu Gunsten der Segmente Wohnen/Möbel/Lebensmittel
um mindestens 5000 qm reduziert werden - eine Hürde, über die der
Projektentwickler auf keinen Fall springen wird (u.a. mit dem Hinweis auf die
zahlreichen Möbel- und Einrichtungsgeschäfte in der City und das soeben an der
B1 eröffnete Inhouse-Center).
Für die Stadt ist abermals
Gefahr im Verzug: Wenn ECE nicht die Voraussetzungen schaffen kann, die
Grundlage seiner überaus erfolgreichen Geschäftspolitik sind, könnte dies den
Rückzug bedeuten. Wie konsequent die Hamburger handeln, haben sie immerhin
schon einmal in Dortmund gezeigt: Als sich das Ufo-Bahnhofs-Pprojekt nicht als
Vision, sondern als Illusion herausgestellt hatte, traten sie den Rückzug an.
Das Bürgerforum Phoenix meint: Sollte auch das Thier-Center scheitern,
wird sich vorerst kein bedeutender Investor mehr für diese Stadt interessieren. |