Kontakt Datenschutz Impressum
Wir über uns
Themenkatalog
Mitgliedschaft
Publikationen
Aufgelesen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Dortmund Projekte > Phoenix-See > Mehr Fragen als Antworten
  Dortmund, 08.05.2008
  Phoenix-See: Mehr Fragen als Antworten
  Auch wenn der Zeitplan für den Phoenixsee längst in Verzug ist: Die Verantwortlichen der Phoenix-Gesellschaft und Stadtrat Ullrich Sierau wiederholen gebetsmühlenartig, dass dieses Phantomprojekt von Oberbürgermeister Gerhard Langemeyer auf einem guten Weg sei. Das kann man nur hoffen, denn es gibt mehr Fragen als Antworten.

Dass die Flutung inzwischen auf Ende 2009 verschoben werden musste, ist nur eines der Probleme. Weitere Hemmschwellen:

  • Ein Gutachten, das von der Phoenixsee-Gesellschaft in Auftrag gegeben worden ist, kommt zu dem Ergebnis, dass Grundwasser und Regen nicht ausreichen werden, den See zu fluten. Jetzt sollen der Hörder Bach angezapft und möglicherweise vorübergehend, die Emscher zeitweise umgeleitet und möglicherweise zusätzlich die Wasserleitungen der DEW angezapft werden (Dortmunder Bürger werden sich fragen, warum sie immer mehr Wassergeld bezahlen müssen, wenn es auf der anderen Seite zum Nulltarif in den Phoenix-See fließt).

  • Weil das Wasser nicht schnell genug zufließen kann, kann das vorhandene Wasser zu heiß werden, so dass die Ökologie kippt und eingesetzte Pflanzen vertrocknen.

  • Bei den Planungsarbeiten wurde nicht berücksichtigt, dass unter der Seefläche mittelalterlicher Bergbau seine Spuren hinterlassen hat. Mit erheblichem Mehraufwand mussten die Stellen - „wie Löcher im Schweizer Käse" - gesichert werden.

  • Auch die Frage nach Schadstoffen wurde erst aufgeworfen, nachdem das Finanzkonzept schon abgesegnet war. Die DSW21, die das Projekt im Auftrag der Stadt realisiert, will auch diese Mehrkosten durch Einsparungen an anderer Stelle auffangen.

  • Die Vermarktung der Grundstücke, die Basis des Finanzplanes ist, hat noch nicht begonnen, weil sich angesichts der vielen Probleme wohl kaum Käufer für die teuren Seegrundstücke finden würden. Zusätzliche Schwierigkeit: Der Rückgang der Einwohnerzahl (bei gleichzeitig steigendem Ausländeranteil und höherer Lebenserwartung) macht automatisch die Nachfrage auf dem Immobilienmarkt geringer.

Phantom und Phoenix - ist es ein Zufall, dass beide Stichwörter mit Ph beginnen?


19. Mai 2012
Wahre Worte

"Der Staatshaushalt muss ausgeglichen sein. Die öffentlichen Schulden müssen verringert werden. Die Arroganz der Behörden muss gemäßigt und kontrolliert werden."

Marcus Tullius Cicero (106 v. Chr.-43 v. Chr.), röm. Politiker