| Oberbürgermeister Gerhard Langemeyer liebt Luftschlösser und schmollt, wenn sie wie Seifenblasen platzen. Das Bürgerforum Phoenix hat wieder einmal Grund, vom OB einen Strategiewechsel zu fordern: Kämpfen, kämpfen, kämpfen - und nicht träumen.
Die „WAZ" hat in ihrer Ausgabe vom 7. März 2008 am Beispiel
Hildesheim gezeigt, wie es andere Städte schaffen: Hildesheim, mit knapp über 100
000 Einwohnern nur auf Rang 79 in der Liste der deutschen Großstädte, bekommt einen
funkelnagelneuen, lichtdurchfluteten Hauptbahnhof - mit einer 270 m langen
Fassade, einschließlich Einkaufspalast und voraussichtlich 2010 fertig. Was ist
in Hildesheim anders gelaufen als in Dortmund?
Auch in Hildeheim hat nicht alles reibungslos geklappt, aber
die Stadtväter haben nicht aufgegeben. Nachdem drei Investoren abgesprungen
sind, haben es die Hildesheimer geschafft und mit der Landesbank
Baden-Württemberg einen Investor gefunden, der das 70 Millionen Euro teure
Projekt finanziert.
In Dortmund hingegen: Still ruht der Bahnhof - und der
Oberbürgermeister schmollt und schiebt den Schwarzen Peter wieder einmal anderen zu. Er habe alles getan, aber die
Deutsche Bahn und die Investoren hätten nicht mitgezogen. Na und? Soll deshalb
einer der wichtigsten Bahnknotenpunkte in Deutschland für immer eine
„Pommesbude mit Gleisanschluss" bleiben? Sollte der OB auf der Immobilienmesse
in München nicht besser nach neuen Investoren für den Bahnhof suchen anstatt vom goldenen
„U" (U-Turm) zu träumen, für das sich kein einziger Investor interessiert?
Mit seiner Leuchtturmpolitik ist Langemeyer bei
gleichzeitiger Rekordverschuldung (Schulden) in die Sackgasse geraten. Bevor ihn seine SPD-Genossen
möglicherweise zum dritten Mal als OB-Kandidaten für die Kommunalwahlen 2009
küren, sollten sie ihn wachrütteln - denn es geht um Dortmund und nicht um die
Träume eines Herrn Langemeyer. |