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77 Prozent der Dortmunder Wahlberechtigten sagen im Juni sie wollten sich an der Kommunalwahl im August beteiligen.
Die derzeitige Wahlbereitschaft ist besonders hoch bei den über 60-Jährigen (und somit auch bei den Rentnern). Unterdurchschnittlich ist die Wahlbereitschaft nach wie vor bei den Arbeitern. Die Wahlbereitschaft ist bei den Anhängern der SPD derzeit nicht so groß wie bei den Anhängern der anderen Parteien.
Allerdings muss bei der Interpretation dieser Ergebnisse bedacht werden, dass vor einer Wahl immer mehr Bürger angeben, zur Wahl zu gehen, als dann tatsächlich auch zur Wahl gehen. Die tatsächliche Wahlbeteiligung bei der kommenden Kommunalwahl dürfte also deutlich unter der 70-Prozent-Marke und eher wie schon 2004 an der 50-Prozent-Marke liegen.
Wahlbereitschaft
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Es geben an, sich an der Kommunalwahl beteiligen zu wollen |
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% |
| insgesamt 2008: |
September |
72 |
| 2009: |
Januar |
74 |
| |
April |
74 |
| |
Juni |
77 |
| 18-bis 29-Jährige |
|
69 |
| 30-bis 44-Jährige |
|
73 |
| 45-bis 59-Jährige |
|
76 |
| 60 Jahre und älter |
|
88 |
| Arbeiter |
|
51 |
| Angestellte |
|
80 |
| Beamte |
|
81 |
| Selbständige |
|
80 |
| Rentner |
|
86 |
| Anhänger der: |
SPD |
79 |
| |
CDU |
89 |
| |
FDP |
89 |
| |
Grünen |
93 |
Würde schon im Juni der Rat der Stadt neu gewählt, dann käme die SPD auf 39, die CDU auf 28 Prozent. Die Grünen könnten mit 12 Prozent, die FDP mit 7 Prozent rechnen. Die Linke käme auf 6, die sonstigen Parteien zusammen auf 8 Prozent.
Damit zeichnet sich im Juni im Vergleich zu den Ergebnissen der früheren Dortmund-Barometer eine Stabilisierung der SPD und eine rückgehende Sympathie für die CDU in der Stadt ab.
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2008 |
2009 |
| |
März |
Juni |
September |
Januar |
April |
Juni |
| |
% |
% |
% |
% |
% |
% |
| SPD |
36 |
34 |
36 |
35 |
37 |
39 |
| CDU |
33 |
34 |
32 |
35 |
34 |
28 |
| Grüne |
13 |
14 |
14 |
16 |
14 |
12 |
| FDP |
6 |
6 |
7 |
6 |
6 |
7 |
| Linke |
6 |
6 |
7 |
5 |
4 |
6 |
| Sonstige |
6 |
6 |
4 |
3 |
5 |
8 |
Diese Zahlen dürfen aber weiterhin nur als aktuelle Stimmung und nicht als den Parteien schon sichere Stimmen interpretiert werden.
Inwieweit diese aktuelle Stimmung mit den Stimmen am 30. August übereinstimmen könnte, dafür ist ein Vergleich der Entwicklung der Anteile der einzelnen Parteien zwischen der Europawahl 2004 und der Kommunalwahl im September 2004 aufschlussreich. Im Juni 2004 lagen SPD und CDU mit einem Anteil von 12,7 bzw. 12,6 Prozent (bezogen auf alle Wahlberechtigten) gleichauf. Zwischen Juni und September konnte die SPD dann ihren Anteil um 63,5 Prozent auf 20,6 Prozent (bezogen auf alle Wahlberechtigten) steigern. Die CDU konnte ihren Anteil in deutlich geringerem Maße nur um 28,3 Prozent auf 16,3 Prozent steigern. Die Grünen und die Linke erhielten bei der Europa- und Kommunalwahl den weitgehend gleichen Anteil. Der FDP-Anteil schrumpfte um 16,4 Prozent auf 1,9 Prozent.
Veränderungsraten zwischen der Europawahl und der Kommunalwahl 2004
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Ergebnis (in Prozent der Wahlberechtigten) |
Veränderungsraten Kommunal-/ Europawahl |
| |
Europawahl 2004 |
Kommunalwahl 2004 |
|
| SPD |
12,7 |
20,6 |
+ 63,5% |
| CDU |
12,6 |
16,3 |
+ 28,3% |
| Grüne |
5,8 |
5,7 |
- 1,7% |
| FDP |
2,3 |
1,9 |
- 16,4% |
| Linke |
1,4 |
1,4 |
0 |
| Sonstige Parteien |
3,1 |
3,9 |
+ 25,8% |
Würden die Parteianteile 2009 ähnliche Veränderungsraten zwischen Europa- und Kommunalwahl aufweisen wie 2004, dann könnte die SPD am 30. August mit 21,6, die CDU mit 13,9, die Grünen mit 5,7, die FDP mit 3,3 und die Linke mit 2,6 Prozent (immer bezogen auf alle Wahlberechtigten) rechnen.
Das würde für die SPD 42, die CDU 27, die Grünen 11, die FDP 6,5, die Linke 5 und die sonstigen Parteien ca. 7,5 Prozent der gültigen Stimmen bedeuten.
Modellrechnung Europawahl - Kommunalwahl 2009
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Ergebnis (in Prozent der Wahlberechtigten) Europawahl 2009
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Veränderungsraten 2004
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mögliches Ergebnis 2009 in % der |
| Wahlberechtigten |
gültigen Stimmen |
| SPD |
13,2 |
+63,50% |
21,6 |
42,3 |
| CDU |
10,8 |
+28,30% |
13,9 |
27,3 |
| Grüne |
5,8 |
-1,70% |
5,7 |
11,2 |
| FDP |
3,9 |
-16,40% |
3,3 |
6,5 |
| Linke |
2,6 |
0 |
2,6 |
5,1 |
| Sonstige Parteien |
3,1 |
+25,80% |
3,9 |
7,6 |
Das Ergebnis der Kommunalwahl am 30. August wird also in erster Linie davon abhängen, in welchem Maße die Dortmunder Parteien ihre potentiellen Anhänger dazu bewegen können, an der Kommunalwahl teilzunehmen.

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