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Wirtschaft > Arbeitsmarkt > Zu wenig Hochqualifizierte in Dortmund
  Dortmund, 09.10.2007
  Zu wenig Hochqualifizierte in Dortmund
  Trotz guter Hochschullandschaft ist der Anteil der Hochqualifizierten an der Beschäftigtenzahl im Ruhrgebiet gering. Auch Dortmund liegt im Wettbewerb um die besten Köpfe hinter den Boomregionen in Süddeutschland.

Nach Untersuchungen der Bertelsmann-Stiftung waren 2005 (letztverfügbarer Stand) im Ruhrgebiet nur rund 7-8% der Beschäftigten hochqualifiziert, in Dortmund waren es 9,8%. Sehr viel höhere Anteile an Hochqualifizierten hatten die boomenden Städte München (19,6%) und Stuttgart (18,2%). Während in Stuttgart 34% der Schulabgänger die allgemeine Hochschulreife erreichten, waren es in Dortmund nur knapp 27%. In der durch weltweite Konkurrenz und steigenden Produktivitätsdruck gekennzeichneten Wirtschaft haben nur Unternehmen langfristig gute Aussichten, die über hervorragend ausgebildete Fachkräfte verfügen. In Dortmund besteht großer Nachholbedarf.

Das Bürgerforum Phoenix fordert u.a. folgende Maßnahmen:

- Wirtschaft, Schulen, Schulbehörden und Arbeitsverwaltung müssen lokale Netzwerke bilden und die Transparenz des Ausbildungs- und Weiterbildungsmarktes erhöhen. Das führt zu geringeren Kosten bei der Ausbildungsplatzsuche, niedrigeren Abbrecherquoten, weniger Aufwand und höherer Vermittlungseffizienz.

- Um der Abwanderung von Fachkräften entgegenzusteuern und für Hochqualifizierte attraktiver zu werden, muss die Wirtschaftsförderung die Kooperation von Betrieben und Hochschulen verbessern.

- Wirtschaft und lokale Bildungsträger müssen die betriebliche Fortbildung (»Lebenslanges Lernen«) intensivieren, um Mitarbeiter fit zu machen für technologische Veränderungen.


19. Mai 2012
Wahre Worte

"Ein Fauxpas in der Politik entsteht meistens dadurch, dass ein Bein nicht weiß, was das andere vorhat."

Maurice Faure (*1922), französ. Politiker