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Politik&Finanzen > Soziales & Familie > Familienförderung ist zukunftsorientierte Politik
  Dortmund, 09.10.2007
  Familienförderung ist zukunftsorientierte Politik
  Dortmund hat im Bundesvergleich einen hohen Anteil von Kindern und Jugendlichen an der Bevölkerung. Will die Stadt ihr selbstgestecktes Ziel einer kinder- und familienfreundlichen Kommune erreichen, muss sie Familien mit qualifizierten berufstätigen Müttern bestmögliche Kinderbetreuung bieten.

Im Vergleich der zehn größten deutschen Städte sind die Dortmunder Defizite

bei der Betreuung von Kleinkindern und Grundschülern gravierend. In wirtschaftlich starken Kommunen wie München und Stuttgart ist die Frauenerwerbsquote nach Erhebungen der Bertelsmann-Stiftung mit 54% bzw. 49% deutlich höher ist als in Dortmund (40%). In den süddeutschen Boomregionen investieren Wirtschaft, Verwaltung und Bürgerschaft in ein angemessenes und umfassendes Angebot an Bildungs-, Betreuungs- und Beratungseinrichtungen. Auch in Dortmund müssen die politisch Verantwortlichen intensiver das Ziel verfolgen, junge leistungsstarke Familien an die Stadt zu binden. Deshalb fordert das Bürgerforum Phoenix:

- In Kooperation mit Schulen und anderen Bildungsträgern muss die Verwaltung ein qualitätsvolles Bildungsangebot auch in Bezirken mit hohem Ausländeranteil (Nordstadt) schaffen. Es muss durch Privatisierung städtischen Vermögens finanziert werden.

- Um die Attraktivität der Stadt für Mittelstandsfamilien zu erhöhen, müssen Stadtplanungsamt und andere Behörden zur Schaffung eines attraktiven und sicheren Wohnumfeldes mit bezahlbarem Wohnraum beitragen.

- Kindergärten müssen frühzeitig mit Grundschulen kooperieren, um die Kinder besser auf den Schulalltag vorzubereiten.

- Kinder aus sozial benachteiligten Familien müssen in Schulen und anderen Bildungseinrichtungen speziell gefördert werden.

- Die Stadt muss für Familien auf dem Bildungs-, Wohnungs- und Freizeitmarkt Anreize schaffen, um die Ghettobildung in einigen Bezirken abzubauen.

- Die Wirtschaftsförderung muss Unternehmen in die Schaffung von kinder- und familienfreundlichen Angeboten einbeziehen. Dazu gehören z. B. Belegplätze für Unternehmen in Kindergärten sowie Investitionen der Wirtschaft in Bildungsangebote.

- Das familienpolitische Netzwerk muss seine Informationen stärker und für Familien verständlicher bekannt machen.

- Das Stadtmarketing muss die Angebote für Kinder und Familien transparent machen, z. B. durch einen Stadtplan für die Zielgruppe.


9. Februar 2012
Wahre Worte

"Verfüge nie über Geld, ehe du es hast."

Thomas Jefferson (1743-1826), US-Präsident 1801-09