Alterung der Bevölkerung im Ruhrgebiet beschleunigt sich
Nach einer neuen Berechnung der Bertelsmann-Stiftung wird sich die Alterung der Bevölkerung im Ruhrgebiet in den nächsten 16 Jahren stark beschleunigen. Die Zahl der Schüler sinkt deutlich, die der Hochbetagten steigt stark.
Der
Anteil der über 80-Jährigen an der Bevölkerung der zehn größten Städte in NRW wird
in den nächsten 16 Jahren überall zweistellig zunehmen, in Dortmund um 43,9%.
Im Jahr 2025 werden 41 000 Dortmunder älter als 80 Jahre sein (2006: 28 000). Damit
verbunden ist ein wesentlich höherer Bedarf an qualifiziertem Pflegepersonal.
Im
gleichen Zeitraum sinken der Anteil der 6- bis 9-Jährigen in Dortmund um 7,5%
und der Anteil der 10- bis 15-Jährigen um 14,4%. Lebten 2006 noch 56 000
Schulpflichtige in Dortmund, so werden es 2025 nur noch 49 000 sein. Tendenziell
werden also die Schulklassen kleiner, mancher Grundschule in den Vororten droht
schon jetzt ein Schülermangel.
Die
Alterung der Bevölkerung verläuft nach Einschätzung der Forscher im Ruhrgebiet auch
deshalb so schnell, weil es keine ausreichende Zuwanderung junger Erwachsener
und von Familien gibt.
Das
Bürgerforum Phoenix hat in seinem Demografie-Report schon frühzeitig auf diese
Tendenz hingewiesen.
Bevölkerungsentwicklung
nach Altersgruppen bis 2025 (%)1)
Stadt
6 bis 9 Jahre
10 bis 15 Jahre
65 bis 79 Jahre
über 80 Jahre
Bielefeld
-5,7
-8,0
-3,3
34,1
Bochum
-13,0
-20,3
2,7
37,4
Bonn
-1,5
-3,5
18,4
32,3
Dortmund
-7,5
-14,4
2,7
43,9
Duisburg
-13,8
-22,4
-4,5
40,2
Düsseldorf
1,5
-3,6
-1,6
46,3
Essen
-5,6
-16,4
-1,4
37,6
Köln
4,6
-2,7
5,5
58,1
Münster
-9,9
-13,3
10,1
31,5
Wuppertal
-9,6
-16,3
-1,1
39,0
1)
gegenüber 2006; Quelle: Bertelsmann-Stiftung (Gütersloh), 2009
9. Februar 2012
Wahre Worte
"Das demokratische System, zu dem unser Staat sich bekennt, beruht auf der Überzeugung, dass man den Menschen die Wahrheit sagen kann."
Carl Friedrich von Weizsäcker (1912-2007), dt. Physiker und Philosoph