| Nicht nur die Stadt Dortmund trägt einen 1,8 Mrd. Euro Schuldenberg vor sich her, auch die privaten Haushalte gehören nach einer in "Spiegel online" veröffentlichten Studie des Kreditbüros Schufa zu den am höchsten verschuldeten in Deutschland.
In seinem Schuldenkompass 2007 hat der Finanzdienstleister
Schufa 439 Landkreise und kreisfreie Städte untersucht. Insgesamt wurden 407
Mio. anonymisierte Daten von rund 64 Mio. Personen analysiert und anhand von unbezahlten
Handy- und Versandhandelsrechnungen, Kreditausfällen und Privatinsolvenzen
ein sog. Verschuldungsindex ermittelt.
Dortmund landete abgeschlagen auf Rang 397. Am
wenigsten verschuldet sind die privaten Haushalte in vier Landkreisen rund um
München.
Die Wissenschaftler haben u.a. festgestellt, dass Haushalte
der unteren Einkommensgruppen ein besonders hohes Überschuldungsrisiko haben. Etwa
jeder dritte überschuldete Haushalt mit Konsumentenkrediten ist von
Arbeitslosigkeit betroffen. Das trifft auf Dortmund besonders zu: Hohe
Arbeitslosigkeit, ein hoher Anteil von Menschen mit geringem Einkommen nach
Sozialgesetzbuch II (Hartz IV), viele Schulabbrecher und ein überdurchschnittlicher
Anteil an Geringqualifizierten führen zu hohen Verschuldungsraten.
Für das Bürgerforum Phoenix ist der Dortmunder
Verschuldungsstand das Ergebnis einer verfehlten Wirtschaftsförderungs-,
Bildungs- und Familienpolitik unter Führung von Oberbürgermeister
Gerhard Langemeyer (SPD). Mit ihrem hemmungslosen Wirtschaften auf Pump gibt
die Stadt ihren Bürgern ein schlechtes Beispiel: 2007 war jeder Dortmunder
statistisch gesehen mit rund 3000 Euro verschuldet - Tendenz steigend. Will die
Stadt mit gutem Beispiel vorangehen, muss sie sich konsequent entschulden, z.
B. durch Verkauf von Beteiligungen innerhalb des Konzerns Stadt Dortmund
und Aktienpaketen an Unternehmen wie RWE.
|