| Die Schulden der Stadt Dortmund stiegen im Jahr 2007 schneller als im Landesdurchschnitt auf nunmehr 1,857 Mrd. Euro. Das berichtet die "Westfälische Rundschau" in ihrer jüngsten Ausgabe. Nach Berechnungen des Landesamtes für Datenverarbeitung und
Statistik schmolz der langfristige kommunale Schuldenberg in NRW im Jahr 2007
um 3,6% und beträgt insgesamt etwa 50 Mrd. Euro. Die mitttlere
Pro-Kopf-Verschuldung aus Kern- und Nebenhaushalten (z.B. Sondervermögen)
betrug Ende des Jahres 1826,42 Euro. Die Gesamtverschuldung erhöhte sich jedoch
um rund 1,5%.
In Dortmund beschleunigt sich die Politik des
Schuldenmachens Jahr für Jahr. Die langfristigen Verbindlichkeiten stiegen
überdurchschnittlich auf fast 1,130 Mrd. Euro. Der Schuldenstand pro Einwohner
erreichte Ende Dezember 1920 Euro (+0,2%). Die Essener kamen zum gleichen
Zeitpunkt auf 1852 (-0,4%) und die Bochumer auf 2344 Euro (+0,3%).
Zwar baute die Dortmunder Stadtkämmmerin Christiane
Uthemann (SPD) im Jahr 2007 langfristige Kredite ab, nämlich um 14,6 Mio. Euro auf
915,5 Mio. Euro. Dafür nahmen jedoch die Schulden der Sonderhaushalte um mehr
als das Doppelte (32,9 Mio. Euro) auf 212,2 Mio. Euro zu.
Immer stärker werden zum Haushalten auf Pump die sog. Kassenkredite
herangezogen. Das sind kurzfristige Ausleihungen, mit denen Kommunen ihre Zahlungsfähigkeit
sicherstellen. Die Kassenkredite summierten sich in den NRW-Kommunen bis Ende
2007 auf 13,7 Mrd. Euro. Pro Kopf der Bevölkerung stiegen sie um fast ein
Zehntel auf 763,16 Euro. In Dortmund wuchsen die Kassenkredite im Verlauf des
letzten Jahres noch kräftiger, um 19% auf 727 Mio. Euro.
Insgesamt hat die Stadt inzwischen einen Schuldenberg von
1,857 Mrd. Euro angehäuft. Seit dem Amtsantritt von Oberbürgermeister Gerhard
Langemeyer haben sich die Schulden der Stadt verdoppelt. Von dem von Langemeyer
angekündigten Schuldenabbau kann keine Rede sein. |