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Politik&Finanzen > Politik und Finanzen > Das Jahr 2007
  Dortmund, 21.12.2007
  Das Jahr 2007 - für Dortmund eine Hängepartie
  Viele der vollmundig angekündigten Ziele von Oberbürgermeister Gerhard Langemeyer und der Koalition aus SPD und Grünen sind 2007 in Dortmund nicht erreicht worden. Geblieben sind die hohen Schulden der Stadt und eine überdimensionale Hängepartie.

Die Liste der Aufgaben, die 2007 nicht gelöst worden sind und nun mit in das Jahr 2008 genommen werden, ist lang:

  • Der Doppelhaushalt, mit dem der Oberbürgermeister verhindern will, dass der Regierungspräsident in Arnsberg in die Ein- und Ausgabenpolitik der Stadt hineinregieren kann, hängt am seidenen Faden; viele Imponderabilien können ihn platzen lassen.
  • Der Bahnhofsneubau, immer wieder hinausgeschoben, bleibt still und starr; es gibt nicht einmal neue Ideen oder Planungsansätze - 14 Jahre nach der Idee vom Ufo.
  • Der U-Turm ist bisher nicht weiter gekommen, weil OB Langemeyer nicht dazu zu bewegen ist, die Idee eines Museums in der Ruine zu verwirklichen, alle anderen Konzepte aber so unkonkret geblieben sind, dass guten Gewissens dafür keine Fördergelder zu genehmigen sind.
  • Der Phoenix-See liegt nicht nur weit hinter der Zeitplanung zurück, sondern auch seine Finanzierung ist nicht gesichert. Neue Schuldenlöcher tun sich vor den Bürgern der Stadt auf.
  • Das Thier-Einkaufszentrum, das der Hamburger Entwickler auf der Thierbrache errichten will, kommt nicht weiter; Dortmund wird als Einkaufszentrum an Attraktivität verlieren, wenn nicht endlich der Knoten Platz und auch andere Investoren wieder Mut haben, Geld in Dortmund auszugeben.
  • Die Bargeld-Affäre im Oberbürgermeisteramt ist noch immer nicht geklärt, weiterhin sind für Spekulationen Tür und Tor geöffnet, der Steuerzahler fühlt sich betrogen und die Stadt ist in der Öffentlichkeit Hohn und Spott ausgesetzt.

Der gewaltige Schuldenberg, der die Stadt belastet, lässt für die Politiker nur noch die Wahl, immer neue Phantomprojekte aufzubauen, für die Realisierung notwendiger laufender Arbeiten z.B. im sozialen Bereich oder im Straßenbau fehlt ebenso das Geld wie für die realistischen Pläne, mit deren Umsetzung die Stadt Dortmund endlich wieder von den letzten Plätzen in den Rankings der 100 größten Städte verschwinden könnte.

Das Bürgerforum Phoenix wird auch 2008 versuchen, seinen Teil dazu beizutragen, dass die Stadt Dortmund wieder zu einer Stadt mit Zukunft wird.


6. Februar 2012
Wahre Worte

"Erträge und Kosten müssen im richtigen Verhältnis zueinander stehen."

Helmut Kohl (*1930), dt. Bundeskanzler 1982-98