| Oberbürgermeister Gerhard Langemeyer wird die Bargeldaffäre, bei der es um die Unterschlagung von mindestens 1,1 Millionen Euro in seinem eigenen Amt geht, kaum aussitzen können. Eine repräsentative Meinungsumfrage, die von dem renommierten FORSA-Institut unter 1004 Dortmundern durchgeführt wurde, belegt: Die Dortmunder erwarten eine rückhaltlose Aufklärung und geben der Arbeit des OB schlechte Noten. 93% fordern, dass die Bargeldaffäre im Amt des
Oberbürgermeisters durch ein unabhängiges Unternehmen aufgeklärt wird. Langemeyer
hingegen will nur stadteigene Kontrollorgane in die Akten einsehen lassen -
wohl wissend, dass im Stadthaus Angst und Sorge herrschen, wenn es um negative
Aussagen gegenüber dem Oberbürgermeister
geht. Im Flurfunk heißt das: Der OB schickt sein „Erschießungskommando" oder -
moderater ausgedrückt: Wer aufmuckt, wird nicht mehr befördert.
Dass 93% aller Dortmunder Bürger über 18 Jahre eine rückhaltlose
Aufklärung fordern, bedeutet eine schallende Ohrfeige für den OB. Doch
nicht nur das: Nur noch 39% aller Bürger
sind mit der Arbeit Langemeyers zufrieden und nur 37% könnten sich seine
abermalige Kandidatur für das Amt des Oberbürgermeisters bei den Kommunalwahlen im Juni 2009 vorstellen. Selbst unter seinen Genossen
sagen mittlerweile 33% nein zu einer erneuten Kandidatur. Dass die SPD bei
Wahlen, die nicht erst im Juni 2009, schon am nächsten Sonntag stattfinden
würden, nur noch 36% der Stimmen erhalten würde, lässt sich vermutlich mit der
Arbeit des Oberbürgermeisters in einen Zusammenhang bringen.
Die gesamte Forsa-Umfrage steht unter der Rubrik
„Dortmund-Barometer" auf dieser Internetseite. |