| Ob sich Oberbürgermeister Gerhard Langemeyer bei SPD-Parteichef Franz-Josef Drabig für
die Behauptung, Drabig sei ein Lügner, entschuldigen wird, ist offen. Aber selbst wenn er es tut, ist es eine Entschuldigung ohne Wert.
Fehler kann jeder machen. Allerdings sollte ein Oberbürgermeister, der seine Umwelt und die Genossen der eigenen Partei nur zu gern spüren lässt, für wie überlegen er sich gegenüber jedermann fühlt, soweit unter Kontrolle haben, dass ihm Ausrutscher wie im Fall Drabig geschehen, nicht passieren - zumal Drabig einen Standpunkt vertritt, der den Tatsachen entspricht. Aber: Wäre es wirklich eine Entschuldigung, wenn Langemeyer erst nach fast zwei Wochen und gedrängt von Partei und Fraktion bereit ist, seinen Fehler ein zu gestehen?
Der Oberbürgermeister verliert immer mehr Sympathien. Ob er weiter im Amt bleiben kann, wird sich zeigen. Kandidat für das höchste Amt der Stadt bei den Kommunalwahlen 2009 wird er jedenfalls nicht mehr sein - jedenfalls nicht für seine Partei. Er müsste sich schon als parteiloser Kandidat aufstellen. Auf das Wahlergebnis dürfte man gespannt sein.
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