| Frank Fligge von der "Westfälischen Rundschau" sieht dunkle Wolken, die sich über dem Kopf von Oberbürgermeister Gerhard Langemeyer zusammenziehen. Grund ist der Alleingang des Oberbürgermeisters bei der Rettung des Klinikums. In einem Kommentar schreibt Fligge: „So dunkel die
Gewitterwolken über Beurhaus- und Münsterstraße, so schräg war (wieder mal)das
Vorgehen von Oberbürgermeister Dr. Gerhard Langemeyer. Noch bevor sein Sanierungsplan Teilen der Politik
überhaupt vorlag, machte er ihn öffentlich. Umso merkwürdiger, weil selbst die
rot-grüne Rathaus-Koalition, die das Papier kaum 24 Stunden kannte, massive
Bedenken angemeldet hatte. Grund: Das Konzept sei wenig ausgegoren, ‚nicht
tragfähig' und verstoße punktuell sogar gegen Haushaltsrecht."
Weiter heißt es in der „Westfälischen Rundschau": „Warum
Langemeyer dennoch in die Offensive ging? Weil ihm die Meinung anderer, selbst
der Parteigenossen und des kleinen Koalitionspartners letztlich sowieso
schnuppe ist? Weil er Rot-Grün unter Druck setzen wollte? Getreu des Mottos:
Ist der Plan erst einmal auf dem Markt, müssen sie zustimmen. Von wegen der
Koalitionsdisziplin..."
Und schließlich das Fazit: „Es wächst die Zahl der
Sozialdemokraten, die von Parteichef Franz-Josef Drabig erwarten, dass er es
über das Klinikum zum offenen Bruch mit Langemeyer kommen lässt. Eine weitere,
dritte Kandidatur des OB bei der Kommunalwahl 2009 ist unwahrscheinlich
geworden." |