| In der Ausgabe 49/2007 vom 3. Dezember spottet das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" unter der Überschrift "Nette Geste" über die Bargeldaffäre im Amt vom Oberbürgermeister Gerhard Langemeyer und bringt die Causa damit auch in die Schlagzeilen der überregionalen Medien.
„Der Spiegel" will über die städtische Angestellte, die
zugegeben hat, 400 000 der insgesamt mehr als 1,1 Millionen Euro aus der
Stadtkasse entwendet zu haben, herausgefunden haben:
„Selbst wenn sie Urlaub hatte, ging sie oft mal eben ins
Rathaus zur Kasse. Das städtische Geld, das sie sich dann für den nächsten Tag
erschlich, war zum Beispiel für nette Gesten gedacht, die in Dortmund üblich
sind: Wird in der Stadt jemand 100 Jahre alt, bekommt er von einem Besucher aus
dem Rathaus 50 Euro geschenkt - und darf sich nun ab sofort zu jedem Geburtstag
über die gleiche Summe freuen. Die Sitte nutzte die Amtsfrau aus: Etwa 128 000
Euro erschwindelte sie sich, indem sie Greise erfand, die es gar nicht gab -
und die sie dann auch noch mehrmals im Jahr Geburtstag feiern ließ. Hätte
jemand mal nachgerechnet, wäre aufgefallen, dass ein Viertel des Geldes
gereicht hätte, um die tatsächlich in der Stadt wohnenden 100-Jährigen zu beglücken."
Fazit des „Spiegel"-Berichts: „Als größtes aller
Sicherheitsrisiken hat sich in Dortmund der naive Glaube entpuppt, dass alles
richtig ist, was aus dem Oberbürgermeisteramt kommt."
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