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Politik&Finanzen > Oberbürgermeister > Bargeld
  Dortmund, 03.12.2007
  "Der Spiegel" spottet über OB-Bargeldaffäre
  In der Ausgabe 49/2007 vom 3. Dezember spottet das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" unter der Überschrift "Nette Geste" über die Bargeldaffäre im Amt vom Oberbürgermeister Gerhard Langemeyer und bringt die Causa damit auch in die Schlagzeilen der überregionalen Medien.

„Der Spiegel" will über die städtische Angestellte, die zugegeben hat, 400 000 der insgesamt mehr als 1,1 Millionen Euro aus der Stadtkasse entwendet zu haben, herausgefunden haben:

„Selbst wenn sie Urlaub hatte, ging sie oft mal eben ins Rathaus zur Kasse. Das städtische Geld, das sie sich dann für den nächsten Tag erschlich, war zum Beispiel für nette Gesten gedacht, die in Dortmund üblich sind: Wird in der Stadt jemand 100 Jahre alt, bekommt er von einem Besucher aus dem Rathaus 50 Euro geschenkt - und darf sich nun ab sofort zu jedem Geburtstag über die gleiche Summe freuen. Die Sitte nutzte die Amtsfrau aus: Etwa 128 000 Euro erschwindelte sie sich, indem sie Greise erfand, die es gar nicht gab - und die sie dann auch noch mehrmals im Jahr Geburtstag feiern ließ. Hätte jemand mal nachgerechnet, wäre aufgefallen, dass ein Viertel des Geldes gereicht hätte, um die tatsächlich in der Stadt wohnenden 100-Jährigen zu beglücken."

Fazit des „Spiegel"-Berichts: „Als größtes aller Sicherheitsrisiken hat sich in Dortmund der naive Glaube entpuppt, dass alles richtig ist, was aus dem Oberbürgermeisteramt kommt."


6. Februar 2012
Wahre Worte

"Ein kluger Mann lebt weder geistig noch finanziell über seine Verhältnisse."

Philip Stanhope (1714-1786), Earl of Chesterfield