| Hat sich die Stadt beim Kampf um das Nationale Fußballmuseum auf ein wirtschaftlich gefährliches Spiel eingelassen, bei dem es in der Verlängerung möglicherweise ein böses Erwachen gibt? Um das Nationale Fußballmuseum, das spätestens 2012 auf
einer ca. 6.000 qm großen „Erlebniswelt" auf dem derzeitigen Gelände des
Busbahnhofs gegenüber dem Hauptbahnhof eröffnet werden soll, haben viele Städte
gekämpft. Doch es scheint, die Stadt Dortmund hat nicht alle Risiken bedacht,
als sie gegenüber dem DFB immer weitere Zugeständnisse gemacht hat. Das könnte
den Bürger teuer zu stehen kommen:
- Die Baukosten sind nur mit 26,4 Millionen Euro abgesichert
(7,9 Millionen zahlt der DFB, 18,5 Millionen übernimmt das Land); wer für eine
Kostensteigerung aufkommt, ist offen.
- Die Stadt bringt das Gelände des heutigen Busbahnhofs in
einer Größe von 7.000 qm kostenlos in eine Projektgesellschaft ein; damit
begibt sie sich nicht nur eines der allerbesten Filetstücke, sondern gibt auch
die Anbindung des Busbahnhofs an den Hauptbahnhof auf.
- Die Kosten für die Verlegung des Busbahnhofs sind
alleinige Sache der Stadt. Über die Größenordnung gibt es keinerlei Aussagen.
- In die Stiftung DFB-Fußballmuseum gGmbH muss die Stadt bis
2011 einen Zuschuss von 625.000 Euro einbringen - ein Betrag, der angesichts
der Finanzlage der Stadt gar nicht aufbringbar ist.
- Außerdem muss die Stadt aus eigener Kasse 250.000 Euro für
den Architektenwettbewerb bezahlen.
- Ferner hat sich die Stadt verpflichtet, jährlich 350.000
Euro Sponsorengelder aufzubringen; diese Beträge könnten leicht an anderer
Stelle fehlen.
- Sollte die Betriebsgesellschaft Verluste machen, so werden
sie zwischen DFB und Stadt hälftig geteilt, der DFB beschränkt sein Risiko
jedoch auf 250.000 Euro pro Jahr.
- Der Geschäftsführer der Betreibergesellschaft wird vom DFB
gestellt, die Stadt hat also keinen unmittelbaren Einfluss auf aktuelle
Aktivitäten.
Das Bürgerforum Phoenix meint: Bei aller Freude über die
Entscheidung, das Fußballmuseum in Dortmund zu bauen, hätten Chancen und
Risiken v o r h e r gründlich abgewogen werden müssen!
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