| Mit einem riskanten Zinsgeschäft wollte die Stadtkämmerei den Dortmunder Haushalt entlasten. Doch dabei verlor sie über 6 Mio Euro.
Das hochspekulative Zinstauschgeschäft (Swap) aus dem Jahr 2005 wurde noch unter der Regie des damaligen Kämmerers und heutigen DSW21-Chefs Guntram Pehlke (SPD) abgeschlossen. Auf der Basis eines 20-Mio-Euro-Kredits von der Deutschen Bank mit achtjähriger Laufzeit und ohnehin günstigem Zinssatz (3,885%) versuchte die Stadt durch Spekulation auf die Entwicklung der Kurz- und Langfristzinssätze einen weiteren Vorteil zu erhalten. Doch lief das ohne Zinsabsicherung vereinbarte Geschäft aus dem Ruder. Damit die Stadt bis 2013 kein finanzielles Desaster erlebt, wurde die Anlage im Juni 2007 rückabgewickelt. Als Abstand musste die Stadt 6,8 Mio Euro zahlen, unter Einbeziehung früherer Zinsgewinne von 600 000 Euro bedeutete das einen Verlust von 6,2 Mio Euro.
Die sog. Derivate zur Absicherung von Zinsrisiken setzt die Stadt wie andere Kommunen auch seit Ende 2002 auf Ratsbeschluss ein. Damit sparte sie in den Haushaltsjahren 2003-05 durchschnittlich 2,44 Mio Euro pro Jahr. Doch nun wurden die Gewinne der letzten Jahre durch ein einziges misslungenes Geschäft aufgezehrt und fehlen im ohnehin angespannten Haushalt, der allein für 2007 ein Defizit von mindestens 78 Mio Euro haben wird.
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