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Politik&Finanzen > Dortmund 2020 > Dortmunder Universität nur Mittelmaß
  Dortmund, 22.02.2008
  Dortmunder Universität nur Mittelmaß
  Gut in Erziehungswissenschaft und Soziologie, schlecht oder nur Durchschnitt in allen anderen Fächern: Das ist das Ergebnis für die TU Dortmund beim jüngsten Forschungsranking deutscher Universitäten, welches das gemeinnützige Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) in Gütersloh veröffentlicht hat und in der Wochenzeitung "Die Zeit" nachzulesen ist.

Im CHE-Forschungsranking bilden die Universitäten Frankfurt am Main, Freiburg, Heidelberg, Karlsruhe, die beiden Münchener Universitäten (Ludwig-Maximilian und TU) sowie die Universität Stuttgart die Spitzengruppe der forschungsstarken Fakultäten. Die TU München belegt in sieben der acht untersuchten Bereiche einen Spitzenplatz.

Insgesamt wurden 16 Fächer untersucht. Aktualisiert wurden die Daten für Anglistik, Elektrotechnik und Informationstechnik, Erziehungswissenschaft, Geschichte, Maschinenbau und Psychologie, die zuletzt 2004 ermittelt worden waren. Kriterien waren u.a. die Zahl der eingeworbenen Drittmittel, der Publikationen und Promotionen sowie in den Ingenieurwissenschaften die Zahl der Erfindungen einer Hochschule im jeweiligen Fach. Auch für die Reputation der Fachbereiche bei Professoren wurden Punkte vergeben.

Die Technische Universität Dortmund landete lediglich in Erziehungswissenschaft und Soziologie in der Spitzengruppe, nur 22% der in Dortmund angebotenen Fächer gelten als forschungsstark. Weit unten im Ranking stehen Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre und Physik. Die Fächer Chemie, Mathematik, Maschinenbau sowie Elektrotechnik und Informationstechnik landen nur im Mittelfeld.

Das Bürgerforum Phoenix fragt sich, ob angesichts der wirtschaftlichen Herausforderungen des Standorts Dortmund in den nächsten Jahren nur Erziehungswissenschaft und Soziologie von großer Bedeutung sind, die als einzige Fächer im Forschungsranking gut positioniert sind. Die technisch-naturwissenschaftlichen Fächer, die von Politik und Wirtschaftsförderung zu Recht als existenziell für die Zukunft Dortmunds herausgestellt werden, haben gegenüber den Fakultäten in anderen Städten erheblichen Nachholbedarf.


6. Februar 2012
Wahre Worte

"Die Analyse zeigt, dass wir mehr steuerungsrelevante Transparenz in den öffentlichen Haushalten benötigen. Nur wenn die Bürger wirklich erkennen könnten, wie es um ihre Kommune steht, ist ein wirklicher Paradigmenwechsel zugunsten kommender Generationen möglich."

Bertelsmann-Stiftung