Geschäftsführerin: Mechthild Greive Aufsichtsratsvorsitzender: Gerhard Langemeyer
Die Klinikum Dortmund gGmbH, vormals Städtische Kliniken Dortmund, ist das zweitgrößte kommunale Krankenhaus in Deutschland. Seit Jahren erzielt das Klinikum ein negatives Jahresergebnis, der Investitionsstau beträgt inzwischen rund 300 Mio Euro, das Eigenkapital ist aufgebraucht, und ohne weitere Finanzhilfen steht das Klinikum vor der Insolvenz. Nur ein privater Investor kann die notwendigen hohen Zukunftsinvestitionen aufbringen.
Kennzahlen
2006
2007
Veränd.
Umsatz (Mio Euro)
225,5
227,0
0,7
Jahresergebnis (Mio Euro)
-11,0
-13,3
-30,0%
Beschäftigte
2939
2845
-3,2
Patienten
53 085
52 952
-0,3
Quelle: Beteiligungsbericht der Stadt Dortmund 2007/08
Dortmund, 26.06.2009
Das Klinikum bleibt am Tropf
Die Zusage, mit der der Rat der Stadt 51 Millionen Euro an Altlasten für das Klinikum übernehmen soll, ist ein Scheck ohne Wert. Die SPD will die Krankenanstalten mit diesem Trick aus dem Wahlkampf heraushalten, tatsächlich wird jedoch über die Zukunft des Komplexes an der Beurhausstraße erst nach den Kommunalwahlen im August 2009 entschieden. Dann wird eine Teilprivatisierung unumgänglich sein. » mehr
Die Lage des Dortmunder Klinikums hat sich gefährlich verschlimmert: Neben der Finanzmisere und der hinlänglich bekannten Management-Problematik gibt es gravierende Personalprobleme. In der Anästhesie sind - umgerechnet auf Vollzeitstellen - 10 der 74 Planstellen nicht besetzt. Insbesondere bei den jüngeren Chefärzten gibt es wegen der gegenwärtigen Perspektivlosigkeit akute Abwanderungsabsichten. » mehr
Dortmund, 28.06.2008
Klinikum - Fragen über Fragen
Dass der Arnsberger Regierungspräsident Helmut Diegel in Sachen Klinikum nun sogar die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts auf Veruntreuung und Insolvenzverschleppung angerufen hat, ist ein bisher einmaliger Vorgang. Doch sind das längst nicht alle Fragen, die in Verbindung mit dem Klinikum gestellt werden. » mehr
Dortmund, 13.06.2008
Muss doch der Bürger für die Klinikum-Misere zahlen?
Ernst Prüsse (SPD) und Mario Krüger (Die Grünen) werden zwar den Alleingang von OB Langemeyer bei der Sanierung des Klinikums stoppen, aber auch ihr Plan lässt letztendlich den Bürger zahlen, was zum finanziellen Dilemma geworden ist. Dabei bleibt das Ende offen: Denn gerettet ist das Klinikum noch lange nicht. » mehr
Dortmund, 11.06.2008
Kampf um das Klinikum: Helios präsentiert seine Asse
Zu einem Zeitpunkt, zu dem wohl nur noch OB Gerhard Langemeyer daran glaubt, dass die Stadt Dortmund aus eigener Kraft Sanierung und Fortbestand des Klinikums schultern kann - selbst seine Genossen schrecken vor dem insgesamt rund 250-Millionen-Euro-Paket zurück - meldet sich der private Krankenhausbetreiber Helios Kliniken abermals zu Wort. Und legt seine Trumpfasse auf den Tisch. » mehr
Dortmund, 23.05.2008
Die Zukunft des Klinikums: Für die Stadt nicht mehr zu stemmen?
Die wirtschaftliche Lage des Klinikums ist noch viel schlimmer als erwartet: Die Unternehmensberater von PricewaterhouseCoopers haben dem Aufsichtsrat des Klinikums klargemacht, dass die Stadt Verbindlichkeiten von 55 Millionen Euro übernehmen muss, wenn eine Insolvenz vermieden werden soll. Fragt sich nur, woher die Stadt das Geld bekommen soll, nachdem sie ihren Doppelhaushalt für 2008/09 erst nach langem Hin und Her und unter vielen Auflagen vom Regierungspräsidenten genehmigt bekommen hat. » mehr
Dortmund, 05.03.2008
Wirtschaftsfachmann: Klinikum muss verkauft werden
Joachim Punge, renommierter Wirtschaftsexperte und Partner der Sozietät Kohler, Punge und Partner in Dortmund, hat jetzt in einem Leserbrief an die "Ruhr-Nachrichten" öffentlich
Stellung bezogen zur wirtschaftlichen Lage des Klinikums Dortmund. Sein Rat: Teile des
Klinikums oder auch komplett verkaufen. » mehr
Dortmund, 07.12.2007
Das Klinikum muss um qualifizierte Ärzte bangen
In der augenblicklichen Notlage des Dortmunder Klinikums geht es nicht nur darum, ob die Mitarbeiter einem Notlagentarif zustimmen und die Stadt als Eigentümerin dann mit einer Bürgschaft einspringt, es geht auch um die Reputation aus der Sicht der Ärzte. Einige der Chefärzte würden schon jetzt keine Perspektive mehr für sich sehen, und mit qualifizierten Bewerbern für offene Stellen sei kaum noch zu rechnen. » mehr
Dortmund, 07.11.2007
Statt Folgekosten für das "U" - besser das Klinikum retten
Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten, in denen das Dortmunder Klinikum steckt, haben Horst Radtke in einem Leserbrief an die "Westfälische Rundschau" zu einer Gegenrechnung animiert: Allein die Folgekosten für das geplante Museum im "U" würden ausreichen, das Klinikum zu retten.
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6. Februar 2012
Wahre Worte
"Wir können die Schwerkraft überwinden, aber der Papierkram erdrückt uns."
Wernher von Braun (1912-1977), dt.-US-amerikan. Ingenieur