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Konzern Stadt Dortmund > Klinikum > Die Zukunft des Klinikums
  Dortmund, 23.05.2008
  Die Zukunft des Klinikums: Für die Stadt nicht mehr zu stemmen?
  Die wirtschaftliche Lage des Klinikums ist noch viel schlimmer als erwartet: Die Unternehmensberater von PricewaterhouseCoopers haben dem Aufsichtsrat des Klinikums klargemacht, dass die Stadt Verbindlichkeiten von 55 Millionen Euro übernehmen muss, wenn eine Insolvenz vermieden werden soll. Fragt sich nur, woher die Stadt das Geld bekommen soll, nachdem sie ihren Doppelhaushalt für 2008/09 erst nach langem Hin und Her und unter vielen Auflagen vom Regierungspräsidenten genehmigt bekommen hat.

Als Regierungspräsident Helmut Diegel „mit großen Bauchschmerzen" den Haushalt genehmigt hat, schrieb er der Dortmunder Stadtverwaltung u.a. die Auflage ins Stammbuch, über die Entwicklung des Klinikums laufend informiert zu werden. Dafür hat er allen Grund: Zuletzt konnte die Stadt eine Insolvenz nur verhindern, weil sie die Kapitalaufstockung, die der Rat Ende 2007 beschlossen hat, angegriffen und zusätzlich Gelder aus einem Immobilienverkauf für das Klinikum verwendet hat.

Oberbürgermeister Langemeyer, in Personalunion Vorsitzender des Klinikum-Aufsichtsrates, hat sich durch seine zögerliche Haltung selbst unter Zugzwang gesetzt: Hätte er sich frühzeitig die Angebote mehrerer Unternehmen für eine Teilprivatisierung angesehen, wäre das Dilemma noch in vergleichsweise ruhigem Fahrwasser abzuwenden gewesen. Jetzt, könnte - so die „Westfälische Rundschau" - „der Rathaus-Koalition das Pulverfass Ende 2008 oder Anfang 2009 um die Ohren fliegen - mitten im Kommunalwahlkampf". Das wird Langemeyer mit allen Mitteln zu verhindern suchen, damit jedoch die wirtschaftlichen Schwierigkeiten nicht beseitigen, sondern nur noch weiter verschlimmern.

Der stellv. CDU-Kreisvorsitzende Uwe Waßmann sieht die Konsequenzen: „Es wäre eine Katastrophe für die Beschäftigten, wenn es zur Insolvenz käme. Das Klinikum würde filetiert und Arbeitsplätze gingen verloren. "Bisher hat sich Langemeyer selbst im Rat der Stadt strikt geweigert, die wirtschaftliche Lage des Klinikums in aller Offenheit darzustellen.

Das Bürgerforum Phoenix meint: Das Klinikum ist nicht die Sache von OB Langemeyer und kein wahlpolitischer Spielball. Hier geht es um die Gesundheit der Bürger, um die Arbeitsplätze von Ärzten und Mitarbeitern. Aufschub ist deshalb nicht mehr möglich.


19. Mai 2012
Wahre Worte

"Fordern Sie in politischen Angelegenheiten - von der Kommunalpolitik bis zur europäischen Integration - bei jeder Gelegenheit Klarheit, Wahrheit und Rationalität!"

Horst Köhler (*1943), Bundespräsident