| Nachdem der Rat der Stadt mit großer Mehrheit dem Umbau des U-Turms zum Museum und sog. Kreativzentrum am 13. März 2008 zugestimmt hat, kommt in den Dortmunder Medien die Frage auf, ob sich alle Träume auch erfüllen werden. Konrad
Harmelink schreibt in der „Westfälischen Rundschau" vom 15. März: „Der U-Turm wird
nur erfolgreich, wenn er nicht nur Zierstück für ein paar Kommunalpolitiker
ist. Die Bevölkerung muss sich identifizieren können. Sonst geschieht wieder
einmal, was wir schon mal beim rund 90 Millionen DM teuren Konzerthaus erlebt
haben: dass nämlich noch am Tage der Eröffnung mehr als die Hälfte der
Bevölkerung die Investition ablehnt." Harmelink vergleicht in diesem
Zusammenhang: Während auf der einen Seite 45,9 Millionen Euro für den U-Turm
ausgegeben werden, will sich die Stadt am Bau von drei Bolzplätzen, die von
drei Dortmunder Schulen bei einem
Wettbewerb des Deutschen Fußball-Bundes im Werte von 90 000 Euro gewonnen wurden, nicht
beteiligen. „Kann das, darf das sein?", fragt Harmelink mit Blick auf den
U-Turm.
Auch Rolf
Maug hat seine Zweifel an dem „umstrittensten Leuchtturmprojekt seit Jahren".
In seinem Kommentar für die „WAZ" schreibt er: „Schon jetzt ist klar, dass die
Landesstütze nur bis 2010 reicht. Danach ist Dortmund auf sich allein gestellt.
Ein ungünstiger Zeitpunkt: Wenn das Kulturhauptstadt-Jahr zur Neige geht,
dürfte auch das Interesse der Nutzer schlagartig erlahmen. Ohne schlüssiges
Konzept für die Zeit danach - das ist die Stadt noch schuldig - bleibt die
45,9-Millionen-Investition Stückwerk." |