| Aus dem U-Turm soll ein "Creativity Cluster" werden - so jedenfalls steht es in dem Strategiepapier, mit dem die Stadt Dortmund bei der Landesregierung in Düsseldorf ihren Antrag auf Fördermittel untermauern will - nachdem klar geworden ist, dass sich das Ziel von Oberbürgermeister Gerhard Langemeyer, den ehemaligen Brauerei-Turm komplett in ein Museum umzuwidmen, nicht realisieren lässt. Aus dem U-Turm soll ein „Creativity Cluster" werden - so jedenfalls steht es in dem Strategiepapier, mit dem die Stadt Dortmund bei der Landesregierung in Düsseldorf ihren Antrag auf Fördermittel untermauern will - nachdem klar geworden ist, dass sich das Ziel von Oberbürgermeister Gerhard Langemeyer, den ehemaligen Brauerei-Turm komplett in ein Museum umzuwidmen, nicht realisieren lässt.
Die „WAZ" hat nach Einblick in die 44-seitige Studie resümmiert: „Den unbedarften Leser beschleicht schnell das Gefühl einer Art babylonischer Sprachverwirrung: Inter- und transdisziplinäres Schaffen soll der U-Turm ermöglichen, Synergien ziehen aus der Begegnung von Kunst, Kreativität und Innovation. Zum Hot-Spot und Transmitter möge das 1926 errichtete Gebäude werden, in dem neue Ideen nicht nur entstehen, sondern - über eigenes Broadcasting - auch den Weg in die Öffentlichkeit finden. Futurlabs, Creative Bazaars und einen Think Tank soll man im U-Turm des Kulturhauptstadtjahres 2010 ebenso finden wie ein Kompetenzzentrum für Copyrightfragen und ein Forschungsinstitut für neue mediale Vermittlungsformen...Für Vorplatz und Erdgeschoss denkt man an spezielle Screenings und Performances."
Beim Vergleich mit schon bestehenden Institutionen und bei der Suche nach potentiellen Nutzern ist die Stadt nicht zimperlich. Die „WAZ" spottet: „Partner wie die Kongress-Bibliothek in Washington und ‚selbstverständlich Konzerne wie z.B. Google' könnten sich ‚sehr schnell' zu einer ‚vitalen Triebkraft' für den U-Turm entwickeln, heißt es."
Vorgeschlagen wird eine Bruttogeschossfläche von ca. 18.000 qm. In den Etagen 4, 5 und 6 soll das Ostwallmuseum unterkommen - womit dann doch der Langemeyer-Traum vom Museum im U-Turm in Erfüllung gehen würde. Und siehe: Gelegentlich des Ausflugs in die Zukunft ist es ganz nebenbei gelungen, die ursprünglich geplanten Betriebskosten für das Museum von 3,8 Mio Euro jährlich auf 1,7 Mio Euro zu senken.
Das Bürgerforum Phoenix meint: Wenn die ursprünglichen Pläne für den U-Turm nur Illusion und nicht Vision waren, so gehört das neue Konzept in den Bereich der Potemkinschen Dörfer. Erinnerungen an den Bahnhofsneubau werden wach, der nach 13-jähriger Diskussion zu den Akten gelegt werden musste. Wenn kein Wunder geschieht, wird Dortmund zum Kultur-Hauptstadt-Jahr 2010 weder einen neuen Bahnhof noch ein neues Kulturzentrum im U-Turm haben.
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