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Daten und Fakten
 
 

1. Bevölkerung
April 2009
April  2008
Veränd. (%)

Einwohner

578 171

582 951

-0,8

Ausländeranteil (%)

12,5

12,7

-0,2

Geburtenüberschuss

-132

-156

24

Wanderungsüberschuss

165

146

19

Dortmund hat zwar einen geringen Anteil an Ausländern, doch deren Integration trotzdem nicht geschafft. Jeder dritte Ausländer ist arbeitslos. Fast 60% der Menschen mit Migrationshintergrund leben in der Nordstadt, einem Bezirk mit großen sozialen Problemen. Der Städtevergleich Bevölkerung zeigt, dass andere Kommunen trotz höheren Ausländeranteils die Integration besser geschafft haben.

 

2. Wirtschaft
April  2009
April  2008
Veränd. (%)

Gewerbeanmeldungen

526

511

2,9

Gewerbeabmeldungen

343

261

31,4


1. Quartal 2009
1. Quartal 2008
Veränd. (%)

Unternehmensinsolvenzen

95

99

-4,0

Verbraucherinsolvenzen

241

227

6,2


Jan. 2009
Jan. 2008
Veränd.

IHK-Unternehmen (IHK-Bezirk Dortmund)

54 885

54 098

1,5


2008 2007

Einzelhandelsumsatz (Mrd Euro, Stadt Dortmund)

3,343

3,269

2,3

Einzelhandelsrelevante Kaufkraft
je Einwohner (Euro)

5613

5554

1,1

Die Dortmunder Wirtschaft hat an Fahrt verloren: Die Gewerbeanmeldungen steigen zwar noch leicht, aber nicht mehr so stark wie die Gewerbeabmeldungen zugenommen haben. Zwar haben sich Umsatz und Kaufkraft im Einzelhandel erhöht, doch sind beide Faktoren im Städtevergleich Wirtschaft eher niedrig.

 

3. Arbeit und Soziales
Juli 2009
Juli 2008
Veränd. (%)

Arbeitslose (Region Dortmund)

48 010

48 399

-1,7

Arbeitslosenquote (%)

13,1

13,4

-0,31)

Offene Stellen 8777 9264 -5,3

April  2009 April  2009

Empfänger Arbeitslosengeld I

7494

6982

7,3

Empfänger Arbeitslosengeld II (Hartz IV)

55 710

58 705

-4,0

Empfänger Sozialgeld (Kinder)

22 126

23 228

-4,7

Bedarfsgemeinschaften

39 841

42 613

-6,5


3. Quartal 2008 3. Quartal 2007 Veränd.
Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte (Stadt Dortmund)
200 564
193 274
3,8

Die gute Konjunktur hat von 2008 bis Mitte 2009 auch in Dortmund zu mehr Jobs geführt. Allerdings haben die Langzeitarbeitslosen (Hartz-IV-Empfänger) davon kaum profitiert. Die Zahl der offenen Stellen geht deutlich zurück. Der Städtevergleich Arbeit und Soziales zeigt, dass die qualifizierten Jobs der Zukunft woanders entstehen.

 

4. Verkehr
April 2009
April  2008
Veränd. (%)

Passagiere am Airport21

147 938

205 769

-28,1

Beförderte Personen der DSW21 (Mio)

11,424

10,876

5,0

Güterankunft im Hafen (t)

123 492

150 359

-28,1

Güterabgang aus dem Hafen (t)

86 198

90 721

-5,0

Straßenverkehrsunfälle

238

224

6,3

- davon mit Personenschaden

185

159

16,4

Der Dortmunder Flughafen ist ein wichtiger Wachstums- und Beschäftigungsfaktor, im bundesweiten Städtevergleich Verkehr aber immer noch klein. Seit Ende 2008 gehen die Passagierzahlen deutlich zurück. Die Umschlagsmengen im Hafen sind gegenüber dem Vorjahresmonat deutlich gesunken. Die Zahl der Unfälle im Straßenverkehr ist im April 2009 gegenüber dem Vorjahresmonat ebenfalls zurückgegangen, auch bei den Verletztenzahlen. Einzig die Stadtwerke (DSW21) verzeichnen einen recht konstanten Anstieg bei den Fahrgastzahlen.

 

5. Bildung
2008/09
2007/08
Veränd. (%)

Schüler an allgemeinbildenden Schulen

63 364

64 403

-1,6

Studierende, Universität (Wintersemester)

22 012

21 540

2,2

Studierende, Fachhochschule (Wintersemester)

7756

7437

4,3


2008 2007

Neu abgeschlossene Ausbildungsverträge (BA-Bezirk Dortmund)

5247

5025

4,4

Teilnehmer an Abschlussprüfungen

5865

5895

-0,5

Anteil der bestandenen Prüfungen (%)

89,4

88,1

1,3


2007
2006
Veränd. (%)

Schulabgänger ohne Hauptschulabschluss 541

556

-2,7

Anteil an allen Schulabgängern (%)

8,3

8,5

-0,21)

Sinkende Schülerzahlen sowie eine hohe Zahl von Schulabgängern ohne Abschluss sind schlechte Vorzeichen für eine Stadt, die sich im Wettbewerb um die besten Köpfe behaupten will. Der Städtevergleich Bildung zeigt, dass Dortmund z.B. von Stuttgart und München lernen kann. Immerhin ist in Dortmund die Zahl der Ausbildungsplätze gestiegen und die Quote der erfolgreichen Prüfungen konstant. Auch die Zahl der Studierenden ist leicht gestiegen.

 

6. Gesundheit
1.1.2007
1.1.2006
Veränd. (%)

Krankenhäuser

12

12

0,0

Betten

4421

4520

-2,2

Stationär behandelte Patienten

140 365

140 720

-0,3

Verweildauer (Tage)

8,6

9,0

-4,4

Ärzte und Ärztinnen

1085

1080

0,5

Nichtärztliches Pflegepersonal

7382

7465

-1,1

Der vielerorts boomende Zukunftsmarkt Gesundheit, auf dem sich auch zahlreiche Privatunternehmen mit spezialisierten Angeboten engagieren, stagniert in Dortmund. Im Städtevergleich Gesundheit ist Dortmund weit abgeschlagen. Dem Städtischen Klinikum Dortmund, dem zweitgrößten kommunalen deutschen Krankenhaus, droht die Insolvenz.

 

7. Kultur und Freizeit (Besucher)
April 2009
April 2008
Veränd. (%)

Oper

4703

4713

-0,2

Philharmonische Konzerte

2649

2203

20,2

Musical

1360

2228

-39,0

Ballett

2632

2614

0,7

Schauspielhaus und Studio

4721

6064

-22,1
Kinder- und Jugendtheater

1029

2091

-50,8

Dortmunder Museen2)

10 527

14 611

-27,6

Stadt- und Landesbibliothek

63 949

68 565

-6,7
Dortmunder Parks3)

58 131

33 384

74,1

Zoo

97 338

42 553

128,7

Casino Hohensyburg (März 2009 gegenüber März 2008)

38 175

40 057

-4,7

In den Sparten Oper, Konzert, Schauspiel und Ballett verzeichnet das Dortmunder Theater unterschiedliche Entwicklungen gegenüber dem Vorjahr. Im Städtevergleich Kultur und Freizeit nimmt Dortmund einen Mittelplatz ein.

 

8. Tourismus
Dezember 2008
Dezember 2007
Veränd. (%)

Übernachtungen

58 251

62 684

-7,1

Gäste

39 221

39 764

-1,4

Betten

5484

5579

-1,7

Die hohen Übernachtungs- und Gästezahlen im Fußball-WM-Jahr 2006 wurden 2008 nicht wieder erreicht. Im Städtevergleich Tourismus nimmt die Stadt unter den zehn größten deutschen Kommunen den letzten Platz ein.

1) Prozentpunkte
2) Museum für Kunst- und Kulturgeschichte, Deutsches Kochbuchmuseum, Museum Adlerturm, Westfälisches Schulmuseum, Museum am Ostwall, Museum für Naturkunde, Hoesch-Museum, Brauereimuseum
3) Westfalenpark, Rombergpark, Revierpark Wischlingen
Quellen: Amt für Wahlen und Statistik Dortmund, IHK zu Dortmund, Landesamt für Datenver­ar­beitung und Statistik NRW (Düsseldorf), Bundesagentur für Arbeit Dortmund

 

 

7. September 2010
Wahre Worte

"Jeder Bürger unseres Staates muss um die wirtschaftlichen Zusammenhänge wissen und zu einem Urteil befähigt sein, denn es handelt sich hier um Fragen unserer politischen Ordnung, deren Stabilität zu sichern uns aufgegeben ist."

Ludwig Erhard (1897-1977), dt. Bundeskanzler 1963-66